Vegetarismus? Veganismus? Nein, hier geht es um Vegetation

Obwohl die Mandeln sowohl vegetarisch als auch vegan sind, widmen wir uns heute den vegetativen Merkmalen. Denn schliesslich gehört zu der Mandel mehr als nur die Mandel selbst. Fangen wir bei den Blättern des Mandelbaums an. Interessant ist, dass die Laubblätter je nach Jahr unterschiedlich angeordnet sind. Während die Blätter an den Zweigen vom Vorjahr versetzt, auch wechselständig genannt, wachsen, sind die Blätter an den jungen Zweigen oft in Büscheln angeordnet. Reibt man ein Blatt vorsichtig zwischen den Fingern, so spürt man eine leichte, weiche Behaarung, die allerdings, je älter das Blatt ist, verloren geht.
Betrachtet man die Blüte etwas genauer, so baut sich diese vereinfacht dargestellt aus einem Blütenbecher (1), fünf Kelchblättern (2) und fünf Kronblättern (3) auf, sowie Staubblätter (4) und Fruchtknoten (5). Die Kelchblätter sind wie die Laubblätter flaumig behaart, allerdings nur am Rand. Besonders wahrgenommen werden die weissen oder rosafarbenen Kronblätter, durch die sich die schöne Blütenpracht ergibt.
Und bevor nun aus der Blüte eine Mandel wird, muss diese in der Schale reifen. Die Schale besteht aus verschiedenen Schichten, welche wir nun einmal genauer unter die Lupe nehmen. Schaut man sich die innere Schicht der Fruchtwand an, die Endokarp (gebräuchlich Stein genannt), so weist diese eine Rücken- und Bauchnaht auf. Die Rückennaht ist meist gerade und die Oberfläche ist glatt, gelöchert und manchmal leicht gefurcht. Hingegen ist die Bauchnaht gebogen und mehr oder weniger spitz gekielt. Ist die Mandel reif, springt das Mesokarp, die mittlere Schicht der Fruchtwand, sprich das Fruchtfleisch, auf. Danach dauert es nicht mehr lang, bis die Mandel geerntet werden kann und zum genüsslichen Verzehr bereit ist.

Ober- und Unterseite der Laubblättergegenständige Blattanordnungwechselständige Blattanordnung   Aufbau der Mandelblüteaufgesprungene Mandel Mandelschale