Vom richtigen Standort zur Aufzucht eines Mandelbaums

Hat man den richtigen Standort für den Mandelbaum gefunden (wir haben im letzten Beitrag „Nut knowledge“ darüber berichtet), kann der Mandelbaum gesetzt werden. Um einen Mandelbaum zu züchten, beginnt man idealerweise nach der grossen Sommerhitze. Zur Züchtung werden oftmals ein Pfirsich- und ein Mandelschössling benötigt. Pfirsichschössling deshalb, weil ein Mandelbaum üblicherweise auf Pfirsichholz veredelt wird. Dazu schneidet man einen bewurzelten Pfirsichschössling auf ein paar cm Höhe zurück. Mit einem T-Schnitt (Abb.1) wird die Veredelungsstelle freigelegt. Auf diese Schnittstelle wird dann eine einzelne Knospe eines 6-8 Monate alten Mandelschösslings gesetzt (Abb. 2). Anschliessend muss die Stelle mit Bastfaden oder Okulationsband eingebunden werden (Abb. 3). Die Methode der Veredelung wird in Fachkreisen auch Okulation genannt. Diese Arbeit erfordert am Anfang viel Fingerspitzengefühl, wenn sie zum Erfolg führen soll. Ist die Bepflanzung geglückt, so wächst innerhalb eines Jahres ein Trieb, der eine Höhe von über 1 m erreichen kann (Abb. 4). Wichtig für die Aufzucht im ersten Jahr ist eine gute Bewässerung, damit sich der Schössling prächtig entwickeln kann.

 

Abb. 1: T-Schnitt

Abb. 1: T-Schnitt

Abb 2

Abb. 2: Einschieben der Knospe

Abb 3

Abb. 3: Verband mit Bastfaden oder Okulationsband

Abb. 4: Austrieb nach erfolgreicher Veredelung

Abb. 4: Austrieb nach erfolgreicher Veredelung